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Smash (Details)

Statt des vollständigen Abschal- tens eines Ausgangs kann Vista die Bild- oder Tonqualität auch gezielt verschlechtern. «Vista ist das einzige Betriebssystem der Welt, in dem die Fehlermeldung  definiert wurde», spottet Gutmann.

Hinzu kommen erhöhte Anforderungen an die Leistungsfähigkeit des Computers, der den immensen Datenstrom der HD-Medien in verschlüsselter Form verarbeiten muss, und spezielle Vorschriften für das Design seiner Komponenten. Beides treibt die Kosten in die Höhe genauso wie die jährlichen Lizenzgebühren für AACS.

Warum macht Microsoft so weitreichende Zugeständnisse an die Filmindustrie? Mit einem Marktanteil von 90 Prozent sollte der Konzern eigentlich am längeren Hebel sitzen.

Auch gäbe es andere Möglichkeiten, dem Urheberrecht Genüge zu tun, oh-ne das komplette Computersystem den AACS-Anforderungen zu unterwerfen. Denkbar wäre beispielsweise, die geschützten HD-Daten in unbearbeiteter Form direkt von der DVD an die Grafikkarte des PC zu schicken, statt sie im Hauptprozessor zu verarbeiten. In diesem Fall müsste nur die Grafikkarte die Einhaltung des Urheberrechts gewährleisten. Dieses für den Bildaufbau zuständige Bauteil würde sich dann gegenüber HD-Inhalten wie ein normaler HD-DVD- oder Blu-Ray-Player verhalten. Der Vorteil: Nur Computerbenutzer, die ihren Rechner für die Wiedergabe von Filmen nutzen wollen, müssten die teure Technik bezahlen.

Da sich Microsoft mit Vista aber gegen eine solche Möglichkeit entschieden hat, vermutet Gutmann, dass sich hinter der gewählten Technik eine ökonomische Strategie verbirgt. Ähnlich wie Apple einen Grossteil des Online-Musikmarktes beherrscht (vgl. nebenstehenden Artikel), könnte es das Ziel von Microsoft sein, in Zukunft den Vertrieb hochaufgelöster Kinofilme zu dominieren. Denn wenn Vista erst einmal auf 90 Prozent aller PC läuft und diese Computer mehrheitlich auch als Abspielgeräte für DVD genutzt werden, dann verfügt Microsoft über den wichtigsten Distributionskanal und kann nun seinerseits die Bedingungen bestimmen, unter denen die Inhalte verkauft werden. So gesehen, könnte sich der massive digitale Urheberschutz in Vista noch als Bumerang für Hollywood erweisen.



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Hat BSE & ist geistig verwirrt, hat gebrauchtes WC Papier konsumiert.

01. Februar 2007 @ 17:06 (Smash-Nr. 9143)

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